… sehr verspätet – aber:
Die Wasserburger Bücherstube bekommt den Deutschen Buchhandelspreis 2025 …
nach langen warten (seit Oktober 2025).
Darüber freuen wir uns sehr und sind begeistert über das Votum der Jury.
Was uns allerdings verstört, ist die Tatsache, daß deutschlands Buchhandlungen wohl vom Verfassungsschutz überprüft worden sind (also wir auch) und dies dazu führte das drei Kolleginnen und Kollegen, denen der Preis ebenfalls zugesprochen worden war, wegen einem Veto aus der Regierung vom Preis ausgeschlossen wurden.
Muß ich erwähnen – es sind linke Buchläden?
Manchmal weiß ich nicht recht, bin ich links, bin ich konservativ oder gar ein Anarchist?
Ich danke ausdrücklich Sebastian Guggolz für die folgende Äußerung:
Statement des Börsenvereins zum Deutschen Buchhandlungspreis 2025
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels äußert sich zur aktuellen Diskussion darüber, dass drei Buchhandlungen, die für den Deutschen Buchhandlungspreis vorgesehen waren, nachträglich aus der Liste der Ausgezeichneten gestrichen wurden.
Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins:
„Der Deutsche Buchhandlungspreis ist eine wertvolle Auszeichnung, mit der seit Jahren unabhängige Buchhandlungen und ihr Engagement für das kulturelle Leben vor Ort, für unsere Gesellschaft und die Demokratie gewürdigt werden. Die Kunst- und Meinungsfreiheit sind für die Arbeit der Buchhandlungen und unsere gesamte Gesellschaft von größter Bedeutung. Umso wichtiger ist es, dass Entscheidungen über Preisträger transparent und primär an kulturellen Kriterien ausgerichtet sind.
An dem hier offenbar angewendeten Haber-Verfahren sind aus unserer Sicht erhebliche Zweifel angebracht. Das Prüfverfahren und die Ergebnisse bleiben für die Betroffenen geheim und sind somit nicht anfechtbar. Die Würdigung der kulturellen Leistung einer Buchhandlung von einer etwaigen politischen Ausrichtung ihres Sortiments abhängig zu machen, lehnen wir grundsätzlich ab. ,Extremistische und terroristische Organisationen, Gruppierungen oder Einzelpersonen‘ zu vermuten, wie sie durch das Haber-Verfahren erkannt werden sollen, bleibt äußerst fragwürdig, solange keine konkreten Anhaltspunkte offengelegt werden.
Wir als Börsenverein setzen uns ausdrücklich ein für die Freiheit des Wortes, die Vielfalt des literarischen Angebots und die Unabhängigkeit der Buchhandlungen als Orte des offenen, kritischen Austauschs.“
Frankfurt am Main, 4. März 2026